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Kunststraße Marsala Sizilien
Stadtzentrum 1: Porta Garibaldi, Piazza Loggia mit dem Palazzo VII Aprile und der Kirche “Chiesa Madre”, das Arazzi-Museum mit den acht flämischen Wandteppichen; Der aktuelle Name Marsalas entstammt wahrscheinlich dem arabischen Ausdruck “Marsah el Ali”, Hafen von Alì (oder Allahs) oder auch Hafen Gottes, eine Bezeichnung, die die Wichtigkeit der Meeresstadt bezeugt. Und gerade an den Hafen Marsalas ist eines der wichtigsten Ereignisse der Stadtgeschichte gebunden: die Landung der Tausend in Sizilien unter der Führung Garibaldis. Das antike Tor “Porta Garibaldi” befindet sich inmitten des historischen Stadtkerns, zwischen Museen, spanischen Gebäuden, Kirchen und Kunstwerken.
Das Herz der Stadt schlägt auf dem Platz der Republik (Piazza della Repubblica oder Piazza Loggia), der durch die Kathedrale und den Palazzo VII Aprile, der heute den Kommunalrat beherbergt, begrenzt wird. Der Palazzo wurde im 16. Jahrhundert erbaut und erhielt seinen Namen im Jahr 1860 zum Gedenken an den Volksaufstand gegen die Borbonen.
Die Kathedrale “Chiesa Madre” (oder auch “Madrice” genannt) wurde in der Zeit der Normannen gebaut und im 16. Jahrhundert komplett erneuert. Sie ist St. Thomas of Canterbury gewidmet und verwahrt zahlreiche Skulpturen aus dem 15. und 16.Jahrhundert, diverse Gemälde aus dem 17. und 18. Jahrhundert sowie einen reichen Silber- und Goldschatz, der dem Publikum leider nicht zugänglich ist.
Gleich neben der Chiesa Madre befindet sich das Arazzi-Museum in einem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, das in Sizilien einmalig in seiner Art ist.
Die Sammlung besteht aus den acht großen flämischen Wandteppichen der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, die der König von Spanien Philipp II dem Marsalesen Antonio Lombarco, Bischof von Messina, schenkte. Die Wandteppiche stellen Szenen des römisch-judäischen Krieges dar (66-67 n. Chr.), den Vespasiano und Titus’ Sohn zur Eroberung Jerusalems führten. Die Lebhaftigkeit der Farben und die Reichhaltigkeit der Komposition dehnt sich über das zentrale Objekt hinaus auf die hohen Ränder der Teppiche aus, die mit Blumen, Früchten und allegorischen Figuren verziert sind. Besonders lebhaft erscheint der sechste Wandteppich der den Moment der Schlacht nachbildet und in intensiver Weise den Sinn der Bewegung auszudrücken vermag.
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